Portrait: Trauer-Rosenkäfer

Der kleinere Verwandte des Gold-Rosenkäfers galt bis vor kurzem ein Jahrhundert lang in Deutschland als extrem seltene Art. Dementsprechend ist er in der Roten Liste Bayerns, die allerdings veraltet ist, als vom Aussterben bedroht eingestuft.

Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)
Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)

Seine Hauptvorkommen liegen eigentlich in Südeuropa und Nordafrika. Schon beim Auseinandernehmen der Altheuballen in unserer Ostwiese am Felmer Moos waren einige Engerlinge von Rosenkäfern zu sehen. Diese wurden nicht weiter beachtet, da sie auf die Schnelle wie die des häufigen Gold-Rosenkäfers aussahen. Völlig überraschend kamen dann ein frischtoter und ein lebender Trauer-Rosenkäfer zutage.

Dies sind wohl die ersten Funde in Südschwaben. Die Larven von Rosenkäfern sind Bewohner von Mulm und anderem verrottendem Pflanzenmaterial und könne sogar in kompostreicher Blumenerde von Balkonkästen auftauchen. In der neuen Roten Liste Deutschland ist der Trauer-Rosenkäfer nicht einmal mehr als gefährdet eingestuft, so rasant hat er sich als Folge der Klimaerwärmung ausgebreitet. Immerhin handelt es sich um einen harmlosen Neubürger unserer Käferfauna.

Trauer-Rosenkäfer (Oxythyrea funesta)
Trauer-Rosenkäfer

Fotos: Ralf-Peter Winkler