Bis der erste stärkere Frost einsetzt, sind im Felmer Moos immer noch die Sumpfschrecken aktiv. Diese eindrucksvollen Feldheuschrecken mit oft rötlicher Einfärbung und gelb-schwarz gemusterten Sprungbeinen sind oft doppelt so groß wie die bekannten Arten der Wiesenheuschrecken.

Sie kommen ausschließlich in Feuchtgebieten vor, wenn im Winter und Frühjahr die Eier nahe über anstehendem Wasserstand liegen. Sonst trocknen diese sofort aus. Bei ihrer Entwicklung zur Geschlechtsreife sind die Tiere nicht ganz so anspruchsvoll, bevorzugen aber langhalmige Seggenrieder, spät gemähte Streuwiesen oder Niedermoorsümpfe.

Sie ernähren sich von Gräsern jeglicher Art. Ab August kann man dann die knipsenden Balzlaute der Männchen hören. Der Bestand auf unseren Flächen umfasst sicher jedes Jahr hunderte von Tieren und hat auch die Trockenheit dieses Jahres dank der gelungenen Vernässung gut überstanden.
Die knipsenden Balzlaute entstehen, wenn das Hinterbein ruckartig nach hinten geschleudert wird.
Fotos: Ralf-Peter Winkler




