Früher war dieser große, farbenprächtige Bärenspinner flächig verbreitet. Durch die Intensivierung in der Landwirtschaft, Beseitigung von Waldsäumen und Gehölzstreifen, Pestizideinsatz, Gartenkultur mit Zierrasen und exotischen Gehölzen ist selbst der Braune Bär an vielen ehemaligen Vorkommen verschwunden.

Dabei fressen die Raupen die Blätter von zahlreichen Kräuterarten, Hochstauden und bodennahen Gehölzen.

Im Ruhezustand hält der Falter die braunen, von weißen Adern durchzogenen Flügeln geschlossen. Wird er gestört, öffnet er ruckartig die roten Hinterflügel mit den blau-gekernten Augen, um den Angreifer abzuschrecken.

Im Felmer Moos hält sich der Braune Bär noch gut und ist jedes Jahr mit bis zu zehn Exemplaren an einem einzigen Leuchtabend zu sehen. So sind auch die Aufnahmen entstanden.
Bären heißen die Spinner übrigens nicht wegen der Falter, sondern weil die lang und dicht behaarten Raupen manchmal bärenartig buckelnd über Feldwege eilen.

Fotos: Alfred Karle-Fendt, Ralf-Peter Winkler




